Johannes Hürter, Thomas Raithel und Reiner Oelwein (Hrsg.)

"Im Übrigen hat die Vorsehung das letzte Wort ...". Tagebücher und Briefe von Marta und Egon Oelwein 1938 -1945

Das Private im Nationalsozialismus, Band 4

Göttingen 2021

ISBN: 978-3-8353-3951-4

 

Egon Oelwein begann sein Tagebuch als Führer im Reichsarbeitsdienst am 30. Januar 1938, dem Jahrestag von Hitlers "Machtergreifung". Die Einträge spiegeln ein Leben, das sich zunehmend an NS-Vorstellungen orientierte, und eine Karriere, die ihn von Baden über das Sudetenland nach Oberschlesien und zeitweise an die Ostfront führte. Egon und seine Frau Marta dokumentierten zudem seit Juli 1938 die Entwicklung und Erziehung ihrer drei Kinder Folkhard, Reiner und Hiltrud in einem Familienbuch.
Die Korrespondenz zwischen den Eheleuten sowie Briefe Marta Oelweins an ihre Mutter und an ein befreundetes Ehepaar ergänzen die Einblicke in dieses private Leben im "Dritten Reich". Die Edition präsentiert seltene private Dokumente und fügt sich zu einer facettenreichen Geschichte einer Familie zusammen, die sich voll und ganz in die nationalsozialistische "Volksgemeinschaft" einfügte. Am Ende standen 1945 für Marta Oelwein und ihre Kinder die Flucht und für Egon Oelwein, als Freiwilliger der Waffen-SS, der Tod.

In unserem Interview „Fünf Fragen an…“ erläutern die Herausgeber Johannes Huerter und Thomas Raithel, was diese Quellen so spannend macht.

Audiobeitrag (7:24) in: "Andruck – Das Magazin für Politische Literatur", Deutschlandfunk, 24.1.2022.

Audiobeitrag (22:56) in: "SWR2 Leben", SWR2, 20.12.2022.

Rezension von Peter Steinbach in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 82 (2023), S. 526-530.

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