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Entwicklung der Dokumentation Obersalzberg

Die Dokumentation Obersalzberg hat sich seit ihrer Eröffnung zu einem Besuchermagnet des Berchtesgadener Lands entwickelt. Lag die Planungsannahme ursprünglich bei 30.000 bis 40.000 Besuchern im Jahr, so stiegen die Besucherzahlen von 100.000 im ersten vollen Betriebsjahr (2000) auf 176.619 (2007) an. Mittelfristig kann pro Jahr mit 150.00 bis 160.00 Besuchern gerechnet werden. Insbesondere hat sich die Dokumentation zu einer vielfach genutzten Stütze der historisch-politischen Bildung an Schulen, bei Bundeswehr und Polizei und anderen Institutionen mit entsprechendem Bildungsanliegen entwickelt. Der Anteil von Schülern, Studenten und Soldaten stieg kontinuierlich von anfänglich 10 % auf jetzt 25 % der Besucher, das sind rund 500 Schulklassen bzw. Gruppen im Jahr.
Um dem dadurch entstandenen Bedarf an Unterrichtsräumen zur Vorbereitung und Nachbesprechung des Ausstellungsrundgangs zu entsprechen, erhielt die Dokumentation einen Erweiterungsbau mit moderner Medienausstattung, der am 15. Juni 2005 vom damaligen Bayerischen Staatsminister der Finanzen, Prof. Kurt Faltlhauser, eröffnet wurde. Seitdem stehen drei Seminarräume für Gruppen zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuches zur Verfügung.
Seit 2003 finden die Ausstellung begleitende Veranstaltungen statt. Zweimal jährlich werden im Rahmen der "Obersalzberger Gespräche" jeweils im Frühjahr und Herbst Referenten eingeladen, zu speziellen Themen der Ausstellung einen vertiefenden Vortrag zu halten. Die bisherigen Veranstaltungen fanden großen Anklang. Kamen die Besucher zunächst aus Berchtesgaden und Umgebung, so ist inzwischen ein internationales Interesse zu erkennen.
Als Ergänzung zur Dauerausstellung werden ab der Wintersaison 2006/2007 jährlich "Winterausstellungen" gezeigt, die Themenbereiche der Dauerausstellung vertiefen. Für diesen Zweck wurde in der historischen Bunkeranlage ein Raum für Wechselausstellungen eingerichtet, der am 12. Oktober 2006 mit der 1. Winterausstellung "Wege in die Vernichtung. Die Deportation der Juden aus Mainfranken 1941 - 1943" eröffnet wurde. Es folgten Ausstellungen über das Reichserntedankfest auf dem Bückeberg bei Hameln (2007/ 2008) und die "Freizeit im Faschismus" im Winter 2008/ 2009.
Die Website www.obersalzberg.de ist seit Ausstellungseröffnung 1999 im Netz. Nach mehreren Teilüberarbeitungen und einem formalen und technischen Relaunch im Jahr 2005 stieg die Besucherfrequenz stark an und stabilisierte sich auf hohem Niveau. Sie verzeichnet inzwischen mehr als 35 Millionen Seitenzugriffe (bzw. über 100.000 Visits). Da das seit 2005 verwendete Content Management System im September 2008 abgeschaltet wurde, musste die Website auf ein neues CMS umgestellt werden. Der Wechsel wurde nicht nur mit einem grundlegenden technischen Relaunch verbunden, sondern im Zusammenhang mit der Auffrischung des Corporate Design im Zuge der Neuausgabe des Begleitbandes "Die tödliche Utopie" auch optisch und inhaltlich völlig überarbeitet. Erstmals werden neben Deutsch und Englisch die wichtigsten Informationen in fünf weiteren Sprachen (italienisch, französisch, niederländisch, spanisch und russisch) angeboten.
Seit 2005 erscheint regelmäßig ein eigener Jahresbericht der Dokumentation Obersalzberg:
Jahresbericht 2008
Jahresbericht 2007
Jahresbericht 2006
Jahresbericht 2005
Stand: März 2009 
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